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Freitag, 01. Februar 2008: Brücke 10 – Kultimbiss an den Landungsbrücken
Die Landungsbrücken sind ein wichtiger Teil Hamburgs. In früherer Zeit bildeten sie das Tor zur neuen Welt für viele Menschen, die aufbrachen, um in Übersee eine neue Heimat zu finden. Gleichzeitig waren sie natürlich auch der Ankunftsort all jener Besucher, die aus diesen Gebieten mit dem Schiff nach Hamburg kamen. Heute sind die St. Pauli Landungsbrücken in Hamburg ein beliebtes Touristenziel.
Mit seinen Kuppeln und Türmen bildet das Ensemble eine architektonisch reizvolle Ansicht. Im Zentrum der Pegelturm, der neben der Uhrzeit auch über den Stand der Gezeiten informiert, sowie der Kuppelbau des alten Elbtunnels. Doch bei schönem Wetter tummeln sich hier tausende von Menschen. Nicht gerade der Ort, an dem man als Hamburger mal gemütlich schnacken kann – dachte ich.
Jetzt wollte es der Zufall, dass es mich genau dorthin „trieb“. Ich rief einen Freund an, um gemeinsam Mittagessen zu gehen. Er schlug die Brücke 10 vor – Landungsbrücken. Ich fragte nach und er bestätigte die Adresse. Spontan dachte ich mir: „Touristennepp und schlechte Fischbrötchen.“
Bei meiner Ankunft an der Brücke 10 bin ich überrascht. Touristen ja, aber keine nach altem Fett stinkende Imbissbude und kein Nepp. Meine Verabredung, der Hamburger Künstler Frank Bürmann und seine Frau Jutta von Perfall, haben dort eine ehemalige Szenerie geschaffen. Seine Kunst in einer kleinen Welt am Hafen. Kein alltäglicher Treffpunkt an den Landungsbrücken – hier treffen sich Vorstand und japanischer Gast und kommen locker ins Gespräch. Eine perfekte Kombination aus Hafenflair, Kunst, herrlicher Aussicht, gut gelauntem Service und klasse Fischbrötchen. Nichts ist aufdringlich, sondern authentisch. Dafür bürgen auch die Betreiber Hans und sein Cousin Niels nebst Frau Susanne. Die Familien sind Urgesteine der Gastronomie und echte Hamburger, die noch Wert auf die Qualität ihrer Produkte legen.
Fazit: Die Brücke 10 ist ein Juwel an den Landungsbrücken und auf jeden Fall ein heißer Tipp, um mal wieder am Hafen gemütlich die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Auch für die kleine private Feier kann hier die Post abgehen. Keinen stört es, wenn zu lauter Musik getanzt wird. Mich werden die Landungsbrücken auf jeden Fall wieder häufiger sehen.
